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Studie: Deutsche möchten ihre Immobilien ökologisch sanieren – Grenze des Bezahlbaren bei vielen jedoch bereits überschritten

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Das Umweltbewusstsein der Immobilieneigentümer und Kaufinteressenten nimmt stetig zu. Folglich ist die Bereitschaft zu Investitionen in die Umweltschutztechnologie bei denjenigen, die es sich leisten können, entsprechend hoch.

Die Wohnpräferenzen der privaten Haushalte in Deutschland befinden sich in einem dynamischen strukturellen Wandel. Ökologie, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein – all das spielt für die Bundesbürger hinsichtlich der eigenen Wohnsituation eine immer größere Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Ökologische Nachhaltigkeit als Treiber der Transformation des Wohnens in Deutschland“ der Technischen Universität Darmstadt und dem Immobilienfinanzierungsvermittler Baufi24.

  • Um den rasant gestiegenen Wohnkosten gegenzusteuern, will eine große Mehrheit der Studienteilnehmer in die ökologische Optimierung der eigenen Wohnimmobilie investieren
  • Zudem streben die Haushalte nach Energiesouveränität und wollen Fremdbezug von Energie reduzieren
  • Geplantes Verbot von Öl- und Gasheizungen birgt sozialpolitisches Risiko

Die Studienergebnisse zeigen: das wachsende Umweltbewusstsein der Immobilieneigentümer und Kaufinteressenten ist bemerkenswert hoch und nimmt stetig zu. Damit steigt die Bereitschaft, in Umweltschutztechnologie zu investieren bei denjenigen, die es sich leisten können, ebenfalls auf ein überraschend hohes Niveau an. Allerdings zeigen die Ergebnisse auch, dass bei vielen Haushalten die Grenzen des Bezahlbaren für Wohnen bereits überschritten sind.

Mehr als 40 Prozent der befragten Wohnungseigentümer gaben an, dass sie mittlerweile mehr als ein Drittel ihres Nettohaushaltseinkommens fürs Wohnen ausgeben. Zudem erklärten rund 87 Prozent, dass sie die Effekte der steigenden Energiekosten auf ihre Wohnsituation spüren würden.

Selbst bei den gegenüber Mietern zumeist besser situierten Eigentümern geht es beim Energiesparen aktuell um jeden Cent. „Angesichts der Energie- und Wohnungskrisen sind Mehrkosten der Energiewende für die untere Hälfte der Einkommensbezieher bis in die Mittelschicht hinein mittlerweile finanziell nicht mehr tragbar“, erklärt Studienleiter Prof. Dr. Andreas Pfnür vom Fachbereich Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität Darmstadt. „Das gerade vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagene Verbot von Öl- und Gasheizungen forciert angesichts dieser Studienergebnisse die soziale Spaltung. Das tut besonders weh, da mit grundsätzlich technologieoffenen und weniger ordnungsrechtlichen Strategieansätzen der Verbotspolitik die gleichen Resultate bei deutlich weniger Kosten und damit sozialpolitischem Risiko zu erzielen wären, wie verschiedene Analysen zeigen.“

Tomas Peeters, Vorstandsvorsitzender der Baufi24 AG und CEO der Bilthouse-Gruppe, ergänzt: „Die Studienergebnisse zeigen: Die Menschen in Deutschland sind nicht primär Teil des Klimaschutzproblems, sondern ein Teil von dessen Lösung. Das setzt aber voraus, dass die Kosten der Energiewende die Immobilieneigentumsbildung nicht gefährden und die Politik die Verantwortlichkeit für den Klimaschutz bei den privaten Eigentümern belässt.“

Der signifikant gestiegene Kostendruck zeigt indes offensichtlich Wirkung, sowohl was die ökologische als auch die ökonomische Nachhaltigkeit betrifft. So ziehen es 82 Prozent der Studienteilnehmer in Betracht, bei der eigenen Immobilie in die Optimierung der Gebäudetechnologie durch Installation von Solaranlagen, Wärmepumpen und Stromspeichern zu investieren. Das ist ein bemerkenswerter hoher Anteil. Auch die Bereitschaft, Geld dafür in die Hand zu nehmen, ist vorhanden. Im Mittel liegt die Investitionsbereitschaft bei 8,4 Prozent des eigenen Immobilienwertes. Bei einem Immobilienwert von beispielsweise 500.000 Euro würde das im Schnitt einer Investitionssumme von 42.000 Euro entsprechen. Zudem streben 81 Prozent der Befragten eine höhere Energiesouveränität an. Energiesouveränität heißt, dass die Energie möglichst aus eigenen Quellen kommt und nicht von fremden Quellen bezogen werden muss.

„Die deutschen Haushalte wollen auch zukünftig souverän über ihr Heizsystem und ihren Energieverbrauch frei entscheiden“, erklärt Prof. Dr. Andreas Pfnür. Sein Fazit: „Die Haushalte haben erkannt, dass die ökologische Optimierung der technischen Gebäudeausstattung ihnen eine sinnvolle Möglichkeit bietet, sowohl den zunehmenden Kosten zu begegnen als auch dem gestiegenen Umweltbewusstsein gerecht zu werden.“

Tomas Peeters ergänzt: “Die historische Wende am Immobilienmarkt sollte nun zu einem entschlossenen Handeln auch in der Politik führen. Deutschland ist EU-Schlusslicht beim privaten Immobilienbesitz und darauf angewiesen, unabhängiger in Energiefragen zu werden. Daher fordern wir im Bereich der energetischen Sanierungsmaßnahmen Bürgschaften der Länder und Kommunen zur Unterstützung der Finanzierung sowie generell die Incentivierung von nachhaltigen Bauweisen. Ein zeitnahes Verbot von Öl- und Gasheizungen lehnen wir ab.“